Sie ist winzig – aber entscheidend. Wenn du fotografierst oder filmst, läuft alles über sie: die Speicherkarte. Und trotzdem wird sie oft erst zuletzt beachtet – dabei entscheidet genau diese kleine Karte, wie schnell du fotografierst, wie zuverlässig deine Aufnahmen gespeichert werden und ob du beim nächsten Shooting ruckelfrei arbeitest oder ausgebremst wirst.
Aber welche Speicherkarte passt zu deiner Kamera? Und was bedeuten all diese Kürzel: UHS-I, V30, U3, SDXC, CFexpress?
In diesem Ratgeber findest du genau das: eine verständliche Einführung, klare Empfehlungen und meine persönliche Auswahl der besten Speicherkarten für Kameras – egal ob du mit einer Einsteiger-DSLR, einer spiegellosen Systemkamera oder einer Profi-Video-Kamera arbeitest.
Warum die richtige Speicherkarte so wichtig ist
Wenn du mit deiner Kamera unterwegs bist – sei es in der Stadt, auf Reisen oder beim Job – brauchst du eines: Verlässlichkeit. Deine Speicherkarte ist das Bindeglied zwischen Kamera und Bild. Ist sie zu langsam, kann sie Serienaufnahmen abbrechen, Videos ruckeln lassen oder im schlimmsten Fall sogar Dateien beschädigen.
Moderne Kameras – egal ob DSLR oder spiegellos – arbeiten mit hohen Datenraten. RAW-Bilder, 4K-Video, Serienbildmodi, Time-Lapse-Funktionen oder Dual-Slot-Aufnahmen verlangen viel – und zwar schnell. Eine falsche Speicherkarte wird hier schnell zum Flaschenhals. Deshalb lohnt es sich, nicht einfach irgendeine SD-Karte zu kaufen, sondern genau zu wissen, worauf es ankommt.
Was all die Kürzel wirklich bedeuten (und worauf du achten solltest)
Speicherkarten sind mit einer Menge an kryptischen Abkürzungen bedruckt – und viele davon entscheiden über ihre Leistungsfähigkeit. Hier die wichtigsten Begriffe, die du kennen solltest:
-
SDHC / SDXC: SDHC (bis 32 GB), SDXC (ab 64 GB) – die meisten modernen Kameras unterstützen SDXC
-
UHS-I / UHS-II: Ultra High Speed – bestimmt die Busgeschwindigkeit. UHS-II ist deutlich schneller, braucht aber auch einen UHS-II-kompatiblen Slot
-
Speed Class (C10, U1, U3): Mindestspeicherrate. Für Foto & Full-HD reicht C10/U1. Für 4K-Video solltest du U3 nehmen
-
Video Speed Class (V30, V60, V90): Gibt an, wie konstant Videos geschrieben werden können – wichtig für Filmer:innen.
-
Lesegeschwindigkeit / Schreibgeschwindigkeit: Lesegeschwindigkeit ist oft höher und für den Alltag weniger entscheidend. Wichtig ist die Schreibgeschwindigkeit – sie entscheidet, ob du Serienbilder oder 4K-Videos flüssig aufzeichnen kannst
💡 Faustregel: Für Fotografie reicht meist eine gute UHS-I U3 V30-Karte, für 4K-Video oder High-End-Serienbilder brauchst du UHS-II mit V60 oder V90.
Welche Speicherkarte passt zu welcher Kamera?
Nicht jede Kamera stellt die gleichen Anforderungen an eine Speicherkarte – und schneller ist nicht immer besser. Wichtig ist, dass die Karte zur Kamera und deinem Einsatzzweck passt. Hier sind die wichtigsten Gerätetypen – und was du jeweils beachten solltest:
Einsteiger-DSLRs & ältere Kamera
Wenn du mit einer einfachen Spiegelreflexkamera oder einem älteren Modell fotografierst, brauchst du keine High-End-Speicherkarte. Diese Kameras arbeiten meist mit UHS-I-Karten und benötigen keine besonders hohen Schreibgeschwindigkeiten. Eine zuverlässige U1- oder U3-Karte der Klasse 10 reicht für Fotos völlig aus – auch bei gelegentlicher Serienaufnahme.
Günstige Markenmodelle von SanDisk, Kingston oder Transcend bieten hier ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Zusammenfassung:
-
UHS-I / Klasse 10 ausreichend
-
U1 oder U3 für Serienbilder
-
32–128 GB Speicher sinnvoll
-
Markenkarte > No-Name
Spiegellose Systemkameras & moderne DSLRs
Diese Kameras sind leistungsfähiger – besonders beim Fotografieren im RAW-Format, bei hoher Serienbildrate oder in Kombination mit 4K-Videofunktionen. Hier solltest du auf Karten setzen, die mindestens U3 und V30 bieten – besser noch UHS-II, wenn deine Kamera das unterstützt.
Modelle wie die Sony Alpha-Serie, Fujifilm X-T5 oder Canon EOS R profitieren deutlich von schnelleren Karten – vor allem, wenn du regelmäßig größere Datenmengen schreibst.
Zusammenfassung:
-
UHS-I (V30) für Standardnutzung
-
UHS-II (V60) bei RAW-Serien & 4K
-
128–256 GB ideal für Viel-Fotografierer:innen
-
Wichtig: Kamera-Slot muss UHS-II unterstützen
Hybrid- & Videokameras (Foto/Video-Kombis)
Wenn du 4K, 6K oder gar 8K-Videos drehst, brauchst du Karten mit konstant hoher Schreibgeschwindigkeit. Hier kommst du an UHS-II-Karten mit V60 oder V90 kaum vorbei. Gerade bei Geräten wie der Panasonic GH-Serie, Canon R5 oder Blackmagic Pocket Cinema ist das Pflicht – sonst bricht die Aufnahme ab oder ruckelt.
In manchen Fällen (z. B. RAW-Video) sind sogar CFexpress-Karten notwendig – diese decken wir ggf. in einem separaten Artikel ab.
Zusammenfassung:
-
UHS-II mit V60 oder V90
-
Ideal für 4K/6K-Video, Log-Formate & hohe Datenraten
-
128–512 GB für längere Aufnahmen
-
Immer auf Kamera-Kompatibilität achten
Actioncams & Drohnen (microSD-Karten)
GoPro, DJI & Co. nutzen meist microSD-Karten – die müssen nicht groß sein, aber extrem zuverlässig. Hier brauchst du U3-Karten mit V30 oder höher, um stabile Aufnahmen in Full-HD oder 4K zu gewährleisten. Wichtig: Achte auf robuste Eigenschaften wie Stoßfestigkeit, Temperaturtoleranz und Wasserresistenz – vor allem, wenn du draußen unterwegs bist.
Top-Modelle sind z. B. die SanDisk Extreme microSD oder die Lexar Professional 1066x.
Zusammenfassung:
-
microSD mit U3 / V30 oder höher
-
Mind. 64–128 GB Kapazität
-
Für 4K-Video: keine Kompromisse bei der Qualität
-
Outdoor-geeignetes Modell wählen
Die besten Speicherkarten für Kameras im Vergleich
Welche Karte zu deiner Kamera passt – von Einsteiger bis 4K-Profi.
Nicht jede Kamera braucht die schnellste oder teuerste Speicherkarte. Viel wichtiger ist, dass sie zu deinem Modell und deinem Einsatzzweck passt. Deshalb findest du hier meine Empfehlungen – aufgeteilt nach Kameratypen und Nutzungsprofilen.
Egal ob du mit einer älteren DSLR fotografierst, eine moderne spiegellose Systemkamera nutzt oder regelmäßig in 4K filmst – hier ist garantiert die passende Karte für dich dabei. Für jede Klasse bekommst du drei klare Empfehlungen: Empfehlung, Spartipp und Bestes Modell.
Hinweis: In diesem Beitrag verwende ich Affiliate-Links, die mit * gekennzeichnet sind. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über diese Links etwas kaufst – für dich bleibt der Preis gleich. Danke für deine Unterstützung!
Einsteiger- & ältere Kameras
Du fotografierst mit einer klassischen Einsteigerkamera oder einem älteren Modell wie der Canon 2000D, Nikon D3300 oder Sony Alpha 6000? Dann brauchst du keine High-End-Karte – aber sie muss zuverlässig, kompatibel und schnell genug für Fotos, RAW-Dateien oder kurze Videos sein.
Hier findest du drei passende SD-Karten für einfache DSLRs und spiegellose Kameras:
günstig, erprobt und genau richtig für dein Setup.
Meine Empfehlung für Fotograf:Innen:
SanDisk Extreme SD UHS-I V30
★★★★★
Solide, schnell genug für RAW und Serienfotos – perfekt für den Alltag.
Die SanDisk Extreme ist der bewährte Allrounder unter den SD-Karten. Mit einer Schreibgeschwindigkeit von ca. 60 MB/s reicht sie locker für JPEG, RAW und auch für kurze Full-HD- oder 4K-Clips, sofern deine Kamera das unterstützt. Besonders praktisch: Sie ist stoßfest, wasserfest und temperaturresistent – ideal, wenn du auch mal draußen fotografierst oder auf Reisen bist.
Quickfacts
-
Typ: SDXC, UHS-I, V30, U3
-
Lesegeschwindigkeit: bis 150 MB/s
-
Schreibgeschwindigkeit: ca. 60 MB/s
- Speichergröße: 128GB
-
Preis: ca. 20 €
-
Ideal für: Canon EOS 2000D, Nikon D3500, Sony Alpha 6000
Spartipp
Kingston Canvas Select Plus
★★★★☆
Günstig, aber zuverlässig – für alle, die einfach losfotografieren wollen.
Wenn du einfach nur ein paar Urlaubsbilder machen willst, reicht diese Karte völlig aus. Die Kingston Canvas Select Plus ist eine solide, preiswerte Speicherkarte mit U1-Geschwindigkeit – für JPEG, einfache RAWs und kurze Videos mehr als genug. Klar: Sie ist nicht superschnell, aber dafür extrem preiswert.
Quickfacts
-
Typ: SDHC/SDXC, UHS-I, Klasse 10, U1
-
Lesegeschwindigkeit: bis 100 MB/s
-
Schreibgeschwindigkeit: ca. 20 MB/s
- Speichergröße: 128GB
- Preis: ca. 12 €
-
Ideal für: ältere DSLRs, Kompaktkameras, wenig Serienbild
Bestes Modell
Lexar Professional 1066x UHS-I V30
★★★★★
Schnell, stabil, professionell – auch für anspruchsvollere Fotografie.
Wenn du auch mit einer älteren Kamera häufig RAW fotografierst oder Serienbilder nutzt, ist die Lexar Professional 1066x die beste Wahl. Sie bietet eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 120 MB/s und ist damit eine der schnellsten UHS-I-Karten auf dem Markt. Besonders stark: Die robuste Verarbeitung, die auch Outdoor-Fotograf:innen überzeugt.
Quickfacts
-
Typ: SDXC, UHS-I, V30, U3
-
Lesegeschwindigkeit: bis 160 MB/s
-
Schreibgeschwindigkeit: bis 120 MB/s
- Speichergröße 128GB
-
Preis: ca. 20 €
-
Ideal für: ambitionierte Einsteiger:innen, RAW-Fotografie, Serienmodus
Spiegellose & moderne Kameras
Welche Speicherkarte ist optimal für spiegellose Systemkameras und aktuelle DSLRs?
Wenn du mit einer modernen Kamera fotografierst – zum Beispiel einer Sony Alpha 6400, Fujifilm X-T5, Canon EOS R oder Nikon Z-Serie – dann brauchst du mehr Leistung als bei klassischen Einsteigermodellen. Vor allem RAW-Serien, schnelle Burst-Modi und hochauflösende Sensoren fordern eine schnelle und zuverlässige Speicherkarte.
Die gute Nachricht: Viele dieser Kameras sind kompatibel mit UHS-I oder sogar UHS-II Karten – du kannst also genau nach deinem Bedarf wählen. Für die meisten Nutzer:innen ist eine schnelle UHS-I-Karte mit V30 oder V60 die beste Wahl. Sie bietet genug Geschwindigkeit für anspruchsvolle Fotografie, ist robuster als Billigkarten – und schont trotzdem dein Budget.
Meine Empfehlung für Fotograf:Innen:
ProGrade Digital SDXC UHS-II V60
★★★★★
Schnell, professionell und fair bepreist – für ambitionierte Fotografie & 4K-Video.
ProGrade hat sich bei Profis einen Namen gemacht – und das zu Recht. Diese V60-Karte liefert starke Performance bei Serienbildern, 4K/60fps-Videos und Dual-Slot-Nutzung. Ideal für moderne DSLMs, die UHS-II unterstützen, aber keine V90-Karte brauchen. Robust, zuverlässig, mit klarer Performance.
Quickfacts
-
Typ: SDXC, UHS-II, V60, U3
-
Lesegeschwindigkeit: bis 250 MB/s
- Schreibgeschwindigkeit: bis 130 MB/s
- Speichergröße: 128 GB
- Preis: ca. 60 €
- Ideal für: Fujifilm X-T5, Canon R7, Sony Alpha 7 IV
Spartipp
Angelbird AV Pro SD V60 UHS-II
★★★★☆
Österreichische Präzision – für alle, die etwas mehr erwarten.
Angelbird ist zwar ein Spartipp – aber keiner von der billigen Sorte. Diese V60-Karte bietet solide UHS-II-Performance, hochwertige Verarbeitung und ist ideal für ambitionierte Fotograf:innen, die regelmäßig mit RAW und 4K arbeiten. Super Preis-Leistungs-Verhältnis für eine semi-professionelle Karte.
Quickfacts
-
- Typ: SDXC, UHS-II, V60, U3
-
Lesegeschwindigkeit: bis 280 MB/s
-
Schreibgeschwindigkeit: bis 160 MB/s
- Speichergröße: 128GB
-
Preis: ca. 45 €
-
Ideal für: Nikon Z6 II, Panasonic S5, Canon R10
Bestes Modell
Sony Tough SF-G Series UHS-II V90
★★★★★
Maximale Geschwindigkeit und extreme Robustheit für alle, die mehr erwarten.
Du nutzt deine Kamera intensiv – schnelle Serienbilder, 4K/6K-Video, Reportagen, Outdoor oder Wildlife? Dann ist die Sony Tough SF-G genau dein Ding. Mit V90-Zertifizierung und Schreibgeschwindigkeiten von über 250 MB/s gehört sie zu den schnellsten UHS-II-Karten auf dem Markt. Sie ist bruchfest, wasser- und staubdicht – und liefert, wenn’s drauf ankommt.
Quickfacts
-
-
Typ: SDXC, UHS-II, V90, U3
-
Lesegeschwindigkeit: bis 300 MB/s
-
Schreibgeschwindigkeit: bis 299 MB/s
- Speichergröße: 128GB
-
Preis: ca. 100 €
-
Ideal für: Sony A7 IV, Fujifilm X-H2, Canon R6 Mark II
-
Actioncams & Drohnen
Welche Speicherkarte passt zu GoPro, DJI & Co?
Ob du mit einer GoPro filmst, Luftaufnahmen mit der DJI Mini 3 Pro machst oder mit einer Insta360 durch die Stadt jagst – deine Speicherkarte muss klein, robust und verdammt schnell sein. Denn Actioncams und Drohnen schreiben Daten rasant auf die Karte – in 4K, oft sogar in 5K oder 60 fps.
Die falsche Karte führt zu Abbrüchen, Rucklern oder Dateifehlern – besonders bei Video.
Hier findest du drei microSD-Karten mit 128 GB, die perfekt für Actioncams und Drohnen geeignet sind – schnell, langlebig und zuverlässig.
Meine Empfehlung für Fotograf:Innen:
Lexar Professional 1066x microSD UHS-I V30
★★★★★
Schnell, robust und perfekt für 4K-Video mit GoPro, DJI & Co.
Diese Karte ist eine Top-Wahl für alle, die viel filmen und dabei auf absolute Stabilität setzen. Mit bis zu 120 MB/s Schreibgeschwindigkeit liefert sie mehr als genug Power für 4K-Aufnahmen mit 60 fps, Zeitlupen oder Hyperlapse-Sessions – ohne Frame Drops oder Abbrüche. Sie ist stoßfest, temperaturbeständig und kommt mit einem SD-Adapter, falls du sie auch in deiner Kamera nutzen willst.
Wer auf der Suche nach einer besonders zuverlässigen und zukunftssicheren microSD-Karte ist, liegt hier genau richtig.
Quickfacts
-
- Typ: microSDXC, UHS-I, V30, A2
-
Lesegeschwindigkeit: bis 160 MB/s
-
Schreibgeschwindigkeit: bis 120 MB/s
- Speichergröße: 128GB
-
Preis: ca. 25 €
-
Ideal für: GoPro Hero 11/12, DJI Mini 3 Pro, Insta360 X3
Spartipp
SanDisk Extreme microSD UHS-I V30
★★★★★
Bewährte Standardkarte für 4K-Videos und rauen Outdoor-Einsatz.
Die SanDisk Extreme microSD ist der Klassiker unter den Karten für Actioncams – und das zurecht. Sie bietet genug Power für 4K bei 60 fps, Time-Lapse-Videos und High-Speed-Serienbilder. Dazu kommt: Sie ist temperatur-, wasser- und stoßfest – ideal für jedes Abenteuer.
Quickfacts
-
Typ: microSDXC, UHS-I, V30, A2
-
Lesegeschwindigkeit: bis 160 MB/s
-
Schreibgeschwindigkeit: bis 90 MB/s
- Speichergröße 128GB
-
Preis: ca. 13 €
-
Ideal für: GoPro Hero 9–12, DJI Mini, Insta360, Osmo Action
Bestes Modell
SanDisk Extreme PRO microSD UHS-I V30
★★★★★
Maximale Leistung für alle, die keine Kompromisse machen.
Wenn du mit deiner Actioncam oder Drohne professionell arbeitest – 4K bei hohen Bitraten filmst, schnelle Zeitlupen aufnimmst oder stundenlang Footage sammelst – brauchst du eine Karte, die das mitmacht. Und genau hier liefert die SanDisk Extreme PRO: mit bis zu 140 MB/s Schreibgeschwindigkeit ist sie eine der schnellsten microSD-Karten mit UHS-I-Standard überhaupt. Ob GoPro Hero 12 oder DJI Mini 4 Pro – diese Karte schreibt zuverlässig, schnell und sicher. Sie ist außerdem wasserdicht, stoßfest, temperaturbeständig, röntgensicher
Quickfacts
-
-
-
Typ: microSDXC, UHS-I, V30, A2
-
Lesegeschwindigkeit: bis 200 MB/s
-
Schreibgeschwindigkeit: bis 140 MB/s
- Speichergröße: 128Gb
-
Preis: ca. 30 €
-
Ideal für: GoPro Hero 11/12 Black, DJI Mini 4 Pro, Insta360 X3, Osmo Action 4
-
-
Was du beim Kauf einer Speicherkarte wirklich beachten solltest
Speicherkarte ist nicht gleich Speicherkarte. Zwischen No-Name-Karten für 5 € und High-End-Karten für 100 € liegen Welten – nicht nur preislich, sondern vor allem in Sachen Zuverlässigkeit, Schreibgeschwindigkeit und Lebensdauer. Wenn du ernsthaft fotografierst oder filmst, solltest du genau wissen, was du brauchst – und was nicht.
Eine billige Karte kann im schlimmsten Fall Dateien beschädigen oder sogar deine Kamera blockieren, wenn sie zu langsam oder fehleranfällig ist. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern auf diese Punkte:
-
Schreibgeschwindigkeit (nicht nur Lesewert!)
-
UHS-I oder UHS-II – je nachdem, was deine Kamera unterstützt
-
Video Speed Class (V30, V60, V90) bei Video & Serienbildern
-
Kapazität: Lieber zu viel als zu wenig – 128 GB ist heute Standard
-
Hersteller & Garantie: Markenprodukte sind robuster & langlebiger
Wie viel Speicher brauchst du wirklich?
Die Wahl der passenden Speichergröße ist entscheidender, als viele denken. Wer zu knapp kalkuliert, steht beim Shooting plötzlich mit voller Karte da – wer zu groß kauft, zahlt unnötig drauf. Der ideale Speicher hängt davon ab, ob du vor allem fotografierst, filmst oder beides machst – und in welchen Formaten. Wer überwiegend JPEGs fotografiert, kommt mit einer 128 GB Karte locker durch mehrere Tausend Aufnahmen. Fotografierst du in RAW oder RAW+JPEG, reduziert sich die Kapazität deutlich – bei rund 30–50 MB pro Datei ist eine 128 GB Karte nach 2.000 bis 3.000 Bildern voll. Für normale Fototouren ist das völlig ausreichend. Wer Serienbilder oder Timelapse-Sessions aufnimmt, sollte über 256 GB oder mehr nachdenken.
Noch schneller geht der Platz beim Filmen zur Neige. Full-HD ist relativ sparsam, aber bei 4K – insbesondere mit höheren Framerates, 10bit-Aufzeichnung oder Log-Profilen – frisst selbst ein kurzer Clip mehrere Gigabyte. Wer regelmäßig in 4K filmt, sollte mindestens 256 GB oder besser 512 GB einplanen. Und wenn du mit professionellen Codecs wie ProRes oder RAW arbeitest, reichen selbst große Karten oft nur für wenige Minuten.
Für die meisten Anwendungen in der Fotografie hat sich 128 GB als praktikabler Standard durchgesetzt: genug Speicher für lange Tage, nicht zu teuer, leicht zu sichern. Und: Lieber zwei mittelgroße Karten als eine riesige – das schützt vor Datenverlust und macht dich flexibler beim Wechseln und Backupen unterwegs.
Tipps zur Pflege und Lebensdauer deiner Speicherkarte
Speicherkarten sind robuste, aber nicht unverwüstliche Begleiter. Auch hochwertige Modelle von Markenherstellern können mit der Zeit an Leistung verlieren – oder im schlimmsten Fall komplett ausfallen. Damit das nicht passiert, lohnt es sich, ein paar einfache Regeln zur Pflege und Nutzung zu beachten. Wer seine Karte regelmäßig nutzt, sollte wissen: Speicherkarten haben eine begrenzte Lebensdauer. Nicht weil sie „altern“, sondern weil die einzelnen Speicherzellen sich mit jedem Schreibvorgang abnutzen. Nach mehreren hundert bis tausend Schreibzyklen kann die Leistung nachlassen – vor allem bei intensiver Nutzung mit RAW-Serien, 4K-Video oder täglichem Überschreiben.
Ein häufiger Fehler ist das Formatieren der Karte am Computer. Auch wenn es bequem erscheint, kann das zu Problemen führen – etwa, wenn das Dateisystem nicht richtig auf die Kamera abgestimmt ist. Besser: Immer in der Kamera formatieren, bevor du ein Shooting beginnst. Das sorgt nicht nur für Kompatibilität, sondern auch für ein sauberes, fehlerfreies Dateisystem. Und ganz wichtig: Nie einfach herausziehen, wenn die Kamera noch schreibt. Auch wenn’s eilig ist – ein zu früher Zugriff kann Dateien beschädigen oder die Karte unbrauchbar machen.
Ein weiterer Klassiker: Karten bis zum letzten Megabyte vollschreiben. Auch wenn’s technisch möglich ist, ist das keine gute Idee. Lass immer ein bisschen Puffer – so kann die Kamera noch sauber finalisieren und deine Daten sind sicherer gespeichert. Regelmäßige Backups sind sowieso Pflicht. Denk dran: Die Speicherkarte ist keine Langzeit-Archivlösung. Sie ist dein temporärer Speicher – sicher ist, was doppelt existiert.
Auch äußere Einflüsse spielen eine Rolle. Extreme Hitze, Kälte, Feuchtigkeit oder Staub können der Elektronik zusetzen. Bewahre deine Karten am besten in einer kleinen, stoßfesten Hülle auf, besonders beim Reisen oder Outdoor-Shootings. Und wenn du merkst, dass eine Karte öfter mal spinnt, nicht erkannt wird oder plötzlich langsamer reagiert: nicht zögern – austauschen. Lieber eine neue Karte kaufen als ein komplettes Shooting riskieren.
Am Ende gilt: Wer seine Speicherkarte wie ein sensibles Werkzeug behandelt – und nicht wie einen USB-Stick aus der Grabbelkiste –, wird lange Freude daran haben. Und sich viel Ärger ersparen.
Do’s & Don’ts bei Speicherkarten
Das solltest du tun:
-
✔ Immer in der Kamera formatieren, nicht am Computer
-
✔ Regelmäßig Backups machen – Karten sind kein Archiv
-
✔ Karten trocken, staubfrei und stoßgeschützt lagern
-
✔ Nicht bis auf den letzten MB vollschreiben – lieber etwas Puffer lassen
-
✔ Vor jedem Shooting checken: genug Platz, richtige Karte, sauber formatiert
-
✔ Bei ersten Anzeichen von Problemen: austauschen statt weiternutzen
Das solltest du vermeiden:
-
✘ Karte beim Schreiben entfernen – das kann Daten zerstören
-
✘ Karten dauerhaft im Slot lassen, wenn die Kamera transportiert wird
-
✘ Karte mit verschiedenen Kameras oder Geräten mischen, ohne Neuformatierung
-
✘ Billig-No-Name-Karten verwenden, bei denen du nicht weißt, was du bekommst
-
✘ Extreme Temperaturen ignorieren – Speicherkarten sind elektronik, kein Fels
-
✘ Sich auf nur eine Karte verlassen – immer eine Ersatzkarte dabeihaben
Häufige Fragen zur Speicherkarte in der Kamera
Welche Speicherkarte ist die richtige für 4K-Video?
Für 4K-Video brauchst du mindestens eine V30-Karte – besser V60 oder V90, wenn du mit höheren Bitraten (z. B. 100–400 Mbit/s) oder Log-Profilen arbeitest. UHS-II ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich, solange die Kamera UHS-I nutzt.
Reicht eine UHS-I Karte für meine spiegellose Kamera?
Ja, wenn du nicht in 4K filmst oder nur gelegentlich Serienbilder schießt, reicht eine gute UHS-I V30-Karte oft aus. Für ambitioniertere Fotografie oder Video ist UHS-II empfehlenswert – falls die Kamera es unterstützt.
Was tun, wenn die Speicherkarte plötzlich nicht mehr erkannt wird?
– Karte rausnehmen, Kamera neu starten
– In einem Kartenleser am PC prüfen
– Falls möglich: Karte in Kamera neu formatieren (nur wenn Backup vorhanden!)
– Bei häufigen Fehlern: Karte austauschen – kein Risiko eingehen!
Wie viele Speicherkarten sollte ich dabeihaben?
Immer mindestens zwei! Besser: 2–3 mittelgroße Karten (z. B. 128 GB), statt einer riesigen. Bei Defekt oder Verlust bist du so deutlich besser abgesichert.
Welche Marken sind empfehlenswert?
Bewährte Hersteller sind: SanDisk, Lexar, ProGrade, Angelbird, Sony, Samsung (bei microSD). Finger weg von No-Name-Karten mit unrealistischen Angaben.
Hinweis: Links, die mit * gekennzeichnet sind, sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. So kannst du meine Arbeit ganz nebenbei unterstützen. Vielen Dank!