Fotospots in Regensburg
Regensburg Fotospots
Walhalla bei Sonnenaufgang, die Steinerne Brücke im Abendlicht, der Dom bei Nacht: zehn Orte in und um Regensburg, an denen sich der Wecker oder das Warten auf das letzte Licht wirklich lohnt.

Sonnenaufgang
Die Altstadt mit Stadtamhof zählt zum UNESCO-Welterbe, und rund um die Stadt gibt es Orte, die mit einem einzigen guten Licht zu Postkartenmotiven werden. Ich habe in Regensburg studiert und war an fast allen Spots schon dutzende Male, zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten. Die Fotos in diesem Artikel stammen von mir.
Meine Favoriten sind die Jahninsel und die Walhalla beim Sonnenaufgang. Von der Jahninsel ist der Blick über die Donau auf Dom und Steinerne Brücke im ersten Morgenlicht für mich unschlagbar, und die Walhalla ist herrlich, wenn die Sonne in deinem Rücken aufgeht.
Statt einer Liste nach Stadtteilen habe ich die Spots nach dem sortiert, wonach du vermutlich suchst: nach dem Licht. Die drei Kacheln oben bringen dich direkt zum passenden Abschnitt. Was Regensburg abseits der Kamera zu bieten hat, steht in meinem Regensburg-Überblick.
Tipp vorab: Die Uhrzeiten hängen stark von der Jahreszeit ab. Schau am Vortag in einer Sonnenstand-App nach, wann die Sonne aufgeht oder untergeht, und plane etwa eine halbe Stunde Puffer ein.
Sonnenaufgang und Morgenlicht
Morgens hast du die meisten Orte für dich, und das weiche Licht ist deutlich dankbarer als die Mittagssonne. Diese drei lohnen sich am meisten.
1. Walhalla bei Donaustauf
Die Walhalla ist ein klassizistischer Tempel hoch über der Donau, rund zehn Kilometer östlich von Regensburg bei Donaustauf. Sie im ersten Morgenlicht zu erleben, wenn der Nebel über der Donau liegt und noch kein einziger Tourist da ist, ist eine magische Kulisse. Ich kenne sie bei Sonnenaufgang, nachts mit Sternen als Langzeitbelichtung und von oben mit der Drohne.
Für Weitwinkelaufnahmen stehe ich direkt unten am Fuße der Freitreppe, für den Blick ins Donautal oben auf der Säulenhalle. Ich bin etwa 45 Minuten vor Sonnenaufgang vor Ort. Mit dem Auto parkst du am Großparkplatz unterhalb der Walhalla, das geht auch vor Sonnenaufgang problemlos, und die Treppen sind rund um die Uhr zugänglich.
2. Burgruine Donaustauf
Von der Burgruine schaust du über die Donau, und die Walhalla ist mit im Bild. Ich habe hier bei Sonnenaufgang und im Abendlicht fotografiert, beides funktioniert. Wenn du die Walhalla in ihrer Landschaft zeigen willst statt nur als Gebäude, ist das der Ort dafür.
Der Aufstieg vom Parkplatz im Ort dauert etwa 10 bis 15 Minuten über einen Waldweg. Das Gelände ist frei zugänglich, du kommst also auch frühmorgens rechtzeitig für die ersten Sonnenstrahlen nach oben.
3. Jahninsel und Oberer Wöhrd
Mitten in der Stadt, aber ruhig: Auf dem Oberen Wöhrd mit der Jahninsel stehen alte Bäume direkt an der Donau. Auf der Jahninsel stehe ich an der östlichen Spitze direkt am Uferweg, mit freiem Blick auf die Steinerne Brücke. Im ersten Morgenlicht ist der Blick über die Donau auf das Panorama von Dom und Steinerner Brücke für mich unschlagbar. Auf dem Oberen Wöhrd fotografiere ich von der Donaupromenade nahe der Herzogspark-Kante.
Sonnenuntergang und Abendlicht
Die kurze Antwort auf die Frage, wo du in Regensburg den Sonnenuntergang fotografieren solltest: an der Donau, bei der Steinernen Brücke und der Eisernen Brücke, mit dem Dom im Bild. Für einen höheren Blick auf die Stadt kommt der Dreifaltigkeitsberg dazu.
4. Steinerne Brücke und Salzstadel
Die Steinerne Brücke stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist das bekannteste Motiv der Stadt. Zusammen mit dem Salzstadel und dem Dom am Ufer ergibt sie im Abendlicht das klassische Regensburg-Bild. Ich fotografiere hauptsächlich von der Nordseite am Stadtamhof-Ufer, um die Silhouette der Altstadt im Abendlicht zu erwischen. Weil das Licht schnell schwindet, nutze ich zwingend ein Stativ und arbeite mit niedriger ISO und langer Belichtungszeit. Zur Blauen Stunde nach Sonnenuntergang, wenn die Lichter angehen, wirkt dieselbe Stelle noch einmal ganz anders. Auch das habe ich dort fotografiert.
5. Eiserne Brücke
Ich stehe mittig auf der Eisernen Brücke mit Blick nach Westen zur Steinernen Brücke. Mein Tipp aus Erfahrung: Baue etwas früher auf, als du denkst. So fängst du die goldene Stunde noch intensiv ein, bevor die Blaue Stunde kommt, denn das Licht wechselt hier extrem schnell.
6. Dreifaltigkeitsberg
Der Dreifaltigkeitsberg liegt nördlich der Donau direkt oberhalb von Stadtamhof. Von hier siehst du auf die Donau, Stadtamhof und die Steinerne Brücke. Wenn du einen höheren Blick auf die Stadt suchst, ist das dein Ort.
Parken kannst du am besten auf den Parkplätzen in Stadtamhof oder an der Dreifaltigkeitsbergstraße. Von dort geht es über einen steilen Treppenweg nach oben, der Aufstieg dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Alternativ parkst du oben am Friedhof.
7. Stadtamhof
Stadtamhof liegt gegenüber der Altstadt auf der anderen Donauseite und ist deutlich ruhiger. Enge Gassen, alte Häuser und Blicke zurück auf Dom und Steinerne Brücke machen den Stadtteil zu einem der ruhigeren Orte, um Regensburg zu fotografieren. Mein Lieblingswinkel ist der Blick aus der Andreasstraße durch die Gassen mit den bunten Fassaden, wo im Hintergrund die Türme des Doms herausragen.
Regensburg bei Nacht und zur Blauen Stunde
Nachts ist die Altstadt beleuchtet, und ein stabiles Stativ ist bei Dämmerung und Nachtaufnahmen Pflicht. Alles zum Thema Stativ steht in meinem Stativ-Test, für unterwegs lohnt sich ein leichtes Carbon-Reisestativ.
8. Dom St. Peter
Der gotische Dom mit seinen beiden Turmspitzen ist nachts das Motiv, das Regensburg ausmacht. Ich stehe auf dem Domplatz leicht seitlich versetzt nahe der Post und fotografiere mit einem Ultraweitwinkel bei etwa 16 mm (Vollformat), damit die gewaltigen Türme ohne extreme Verzerrung komplett ins Bild passen. Ich habe ihn nachts und als Detail der Turmspitze fotografiert.
9. Neupfarrplatz und Haidplatz
Die beiden Plätze in der Altstadt liegen nah beieinander, du kannst sie in einem Rundgang verbinden. Nachts sind sie mit beleuchteten Fassaden ein dankbares Motiv.
10. Haus der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt
Das moderne Museum am Donauufer bringt klare Linien ins Bild und ist ein guter Gegenentwurf zu den Postkartenmotiven der Altstadt. Ich habe es in der späten Blauen Stunde von der Donauseite aus fotografiert, vom Marc-Aurel-Ufer, um die beleuchtete Glasfassade im Kontrast zum dunklen Abendhimmel einzufangen.
So planst du deinen Fotostopp in Regensburg
Die Orte liegen so, dass du an einem Tag mehrere verbinden kannst: morgens Walhalla und Donaustauf, tagsüber Altstadt und Stadtamhof, abends Brücken und Dom.
- Licht: Prüfe Sonnenauf- und -untergang vorher in einer App, die Zeiten wandern mit der Jahreszeit stark.
- Anreise nach Donaustauf: Ich fahre mit dem Auto. Der Großparkplatz unterhalb der Walhalla ist auch früh am Morgen problemlos nutzbar.
- Ausrüstung: Ich nutze eine Vollformatkamera mit einem 16-35 mm f/2.8 Weitwinkelzoom für Architektur und Überblicke und einem 70-200 mm Tele für Details. Auf der Donau helfen ND-Filter für Langzeitbelichtungen. Welche Kamera für Reisen passt, steht in meinem Beitrag zur besten Reisekamera.
- Mehr aus der Region: Im Reiseführer zum Bayerischen Wald findest du Orte, die sich gut mit einem Regensburg-Besuch verbinden lassen.
Häufige Fragen zu Fotospots in Regensburg
Wo ist der beste Ort für den Sonnenuntergang in Regensburg?
An der Donau bei der Steinernen Brücke und der Eisernen Brücke, mit Dom und Salzstadel im Bild. Einen höheren Blick bietet der Dreifaltigkeitsberg.
Wo fotografiere ich in Regensburg den Sonnenaufgang?
Bei der Walhalla und an der Burgruine in Donaustauf, an der Steinernen Brücke und auf der Jahninsel im Oberen Wöhrd.
Welcher Fotospot in Regensburg eignet sich für die Nacht?
Der Dom, der Neupfarrplatz und der Haidplatz in der Altstadt, außerdem die Steinerne Brücke und das Haus der Bayerischen Geschichte zur Blauen Stunde. Die Walhalla ist nachts ein Klassiker für Sternenhimmel, liegt aber außerhalb der Stadt.
Lohnt sich die Walhalla zum Fotografieren?
Ja, vor allem bei Sonnenaufgang und nachts. Wenn im ersten Morgenlicht der Nebel über der Donau liegt und noch kein Tourist da ist, ist das eine magische Kulisse. Sie liegt rund zehn Kilometer östlich von Regensburg bei Donaustauf, du brauchst also eine eigene Anfahrt. Mit dem Auto parkst du am Großparkplatz unterhalb der Walhalla.
Welche Ausrüstung brauche ich für Regensburg?
Ein Weitwinkelzoom wie ein 16-35 mm f/2.8 für Architektur und Überblicke, dazu ein 70-200 mm Tele für Details. Ein stabiles Stativ ist bei Dämmerung und Nacht Pflicht, ND-Filter helfen bei Langzeitbelichtungen auf der Donau. Mehr dazu steht in meinem Stativ-Test.
Wann ist die beste Zeit für Fotos in Regensburg?
Der Herbst ist für mich die beste Jahreszeit: Morgens liegt an der Donau oft Flussnebel, und die goldene Färbung der Bäume gibt perfektes Vorderlicht im Bild. Entscheidend bleibt die Tageszeit: Früh am Morgen und zur Blauen Stunde ist das Licht am besten, und es ist weniger los.